Van der Leyen behält ihren Doktortitel

Lange musste Ursula van der Leyen zittern – auch wenn sie das selbst bestimmt nicht zugegeben hat. Heute hat der Senat der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) entschieden, dass Ursula van der Leyen ihren Doktortitel behalten darf.

Ende September des vergangenen Jahres wurden Plagiatsvorwürfe in Zusammenhang mit ihrer Doktorarbeit öffentlich. Van der Leyen wies die Plagiatsvorwürfe im Vroniplag-Wiki damals sehr entschlossen zurück.

Nach den öffentlich gewordenen Plagiatsvorwürfen hatte auch van der Leyen selbst um eine entsprechende Untersuchung ihrer Doktorarbeit durch die Universität gebeten. Die heute veröffentlichte Pressemitteilung der MHH erläutert, was in den vergangenen Monaten passiert ist, wer die Dissertation untersucht hat und welches Ergebnis am Ende steht.

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Linktipp: Plagiatsfall in der Self-Publisher-Szene

Meistens beschäftigen wir uns hier mit Plagiatsfällen im Zusammenhang mit wissenschaftlichen Arbeiten, wie bspw. Doktorarbeiten. Wir haben aber auch schon über Produkt-Plagiate, iPhone-Plagiate aus China und Plagiate in der Musik berichtet.

In ganz vielen Bereichen sind Produktfälschungen ein großes Problem. Auch bei der Veröffentlichung von Texten gibt es immer mal wieder Streitigkeiten, bei denen es ums „Abschreiben“ geht. Manchmal sind das wirklich starke Vorwürfe und manchmal geht es um Kleinigkeiten. Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit, das auch medial einige Wellen geschlagen hat, waren die Plagiatsvorwürfe von Nassim Taleb gegen Rolf Dobelli („Die Kunst des klaren Denkens“). Eigentlich verband beide eine langjährige Freundschaft und trotzdem endete die ganze Sache in einem bösen, auch öffentlichen Streit.

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Mathiopoulos bekommt ihren Doktortitel nicht zurück

Unsere letzte Berichterstattung zum Plagiatsfall von Margarita Mathiopoulos liegt schon weit  zurück. Sehr weit. Im April des Jahres 2012 wurde ihr der Doktortitel entzogen, nach dem über die Plattform Vroniplag (-Wiki) Plagiatsvorwürfe laut und öffentlich wurden. Die Plagiatsvorwürfe gegen Mathiopoulos kamen sogar fast noch ein Jahr zuvor auf, nämlich im Mai 2011. Nachdem im Dezember 2011 schon Informationen durchsickerten, nach denen der Entzug des Doktortitels bevorstünde, dauerte es dann doch noch bis zum 18. April 2012, bis die Entscheidung durch die Universität Bonn, an der Mathiopoulos promoviert worden war, veröffentlicht wurde.

Schon direkt nach der Entscheidung verkündete Mathiopoulos, dass sie rechtlich gegen den Entzug des Doktortitels vorgehen werde. Dies tat sie auch – jedoch erfolglos. Aufgeben wollte Sie aber dennoch nicht und legte wiederum Berufung ein. Ende des vergangenen Jahres gab es in den Streitigkeiten rund um Mathiopoulos wieder eine Entscheidung – diesmal vor dem nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht in Münster.

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7.400.000$ für ein Plagiat

Zur Abwechslung geht es dieses Mal nicht um Plagiate im Zusammenhang mit Doktorarbeiten oder ähnlichem, nein – diesmal geht es um ein Plagiat in der Musik. Auch in diesem Bereich gibt es hin und wieder Vorwürfe gegen einen Musiker, ein bestimmter Song sei abgekupfert. Da hat es schon Musiker aus den verschiedensten Genres erwischt, z.B. Kate Perry, Helene Fischer, Cro, Bushido (der ja auch verurteilt wurde). Nicht immer läuft es auf ein Gerichtsurteil hinaus, manchmal gibt es auch einen Vergleich davor oder die Künstler, deren Song kopiert oder als offensichtliche Vorlage verwendet wurde, lassen es auf sich beruhen.

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Der Preis für das dreisteste Plagiat geht an…

Seit 1977 verleiht der Verein „Aktion Plagiarius e.V.“ den Negativpreis an Hersteller und Händler besonders dreister Produktfälschungen. Der Plagiarius ist für Hersteller/Händler das, was die „Goldene Himbeere“ für Schauspieler ist. Die goldene Himbeere wird immer am Tag vor der Oscar-Verleihung vergeben und da die Oscars heute Abend verliehen werden, sind die Himbeeren schon verteilt. Wobei man dazusagen muss, dass die Folgen für einen damit ausgezeichneten Schauspieler wahrscheinlich nicht so weitreichend sind, wie für den ausgezeichneten Hersteller oder Händler. Die Preise selbst sind natürlich für komplett unterschiedliche (Nicht-) Leistungen, aber trotzdem sind beide Auszeichnungen in ihrem jeweiligen Bereich gefürchtet.
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Causa Schavan: der Abschlussbericht

Wir hatten ja bereits auf die Artikelserie zu #schavangate verwiesen und die Serie hat bereits vor mehr als zwei Wochen geendet. Trotzdem möchten wir alle, die es bisher vielleicht verpasst haben, nochmal auf den „Knüller“ zum Abschluss hinweisen: Im letzten Artikel wurde dort der sogenannte Abschlussbericht des Dekans der Philosophischen Fakultät der Universität Düsseldorf, Bruno Bleckmann, an den Senat der Uni, veröffentlicht. Das komplette Dossier kann dort heruntergeladen werden. Reinschauen lohnt sich definitiv!

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Lesetipp: Schavangate

Der Fall Schavan scheint abgeschlossen zu sein, dennoch gibt es auf „Causa Schavan“ zurzeit eine kleine Serie von Artikeln zur Plagiatsaffäre unserer ehemaligen Bildungsministerin Annette Schavan. Jeder Artikel widmet sich einem Bereich oder Abschnitt rund um die Doktorarbeit, die Ministerin, die Gutacht, die Uni, die Plagiate, etc.

Unter dem Hashtag #schavangate kann man es verfolgen. Im Blog findet man es derzeit am besten über die Startseite. Im Nachhinein ist es doch nochmal interessant, wie sich da manche Teilchen zu einem schönen Puzzle zusammenfügen. Viel Spaß dabei!

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