Guttenberg verzichtet gerne auf den Doktortitel

Herr Dr. zu Guttenberg startet wohl einen weiteren Versuch, seinen Doktortitel abzulegen. Dass das nicht ohne weiteres geht, war auch schon Thema eines anderen Artikels. Da er selbst nicht einfach „verzichten“ kann, habe er er die Uni Buy-Reuth Bayreuth bereits darum gebeten, ihm den Doktortitel aufgrund „gravierender, handwerklicher Fehler“ zu entziehen. Dies wurde im Rahmen einer Veranstaltung der CDU in Kelkheim bekannt, auf der Guttenberg zugab, gravierende Fehler gemacht zu haben. Nach turbulenten Tagen rund um das Thema Guttengate, gibt Guttenberg nun also selbst zu, dass seine Doktorarbeit den Titel nicht rechtfertigt.

Doch wie kann so eine Arbeit dann mit „Summa cum Laude“ ausgezeichnet werden? Hier liegen wohl auch große Versäumnisse beim Doktorvater und der Uni Bayreuth vor, anders ist das nicht zu erklären?

Ist die Arbeit Guttenbergs ein Ausnahmefall? Der Uni Bayreuth stehen aufregende Wochen und Monate bevor und dennoch sollte sie helfen, die Geschehnisse lückenlos aufzuklären, denn auch ihr Ruf steht auf dem Spiel.

Zurück zu Guttenberg. Woher auf einmal der Richtungswechsel?

Zu Beginn Guttengates wurden alle Vorwürfe vehement abgestritten und nun gibt der Verteidigungsminister zu, dass seine Doktorarbeit den Titel nicht wert ist. Vielleicht kommt es daher, dass der „Plagiatezähler“ mittlerweile bei knapp 73 % steht? Vielleicht aber auch, weil Guttenberg das Thema so schnell wie möglich vom Tisch haben möchte, bevor möglicherweise weitere, peinliche Details ans Licht kommen und sein Image einen noch größeren Schaden erleidet?

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