Margarita Mathiopoulos: Muss Westerwelles Beraterin nochmal zittern?

Bereits vor über einem Monat (nämlich am 17.5.2011) berichtete guttengate.de zum ersten Mal über die in der Doktorarbeit von Margarita Mathiopoulos als Plagiat enttarnte Textpassagen und die damit verbundenen Plagiatsvorwürfe. Zu diesem Zeitpunkt stand der Plagiatezähler des Vroniplags bei 15 %. Der Fall „Margarita Mathiopoulos“ war dennoch nicht neu. Im Jahr 1989 wurde die Doktorarbeit schon einmal vom Spiegel genauer untersucht und schon dort waren Ungereimtheiten aufgefallen.

Margarita Mathiopoulos durfte ihren Doktortitel trotzdem behalten. Mathiopoulos promovierte übrigens, wie auch Chatzimarkakis, an der Universität zu Bonn.

Wird die Doktorarbeit von Mathiopoulos nochmals überprüft?

Aktuell steht der Counter des Vroniplags bei etwas über 37 %. Wird die Uni Bonn angesichts dieses doch sehr hohen Wertes die Dissertation nochmals überprüfen? Hat die Universität überhaupt die Möglichkeit, den Doktortitel noch zu entziehen, wenn sie in diesem Fall bereits 1989 ein Urteil fällte?

So oder so, die Uni Bonn muss sicherlich mit einem Image-Verlust rechnen. Der Universität wird bestimmt beantworten müssen, warum nicht damals aufgrund der öffentlich gewordenen Vorwürfe nicht ausführlichere Untersuchungen angestrengt wurden, bei denen eine höhere Anzahl von Plagiaten hätte entdeckt werden müssen.

Dass Mathiopoulos Ende der Neunziger ihren Doktortitel behalten durfte und nun wahrscheinlich herauskommt, dass doch stark plagiiert wurde, wirft wahrlich kein gutes Licht auf die Uni, sondern eher eine Menge Fragen auf.

Die FDP zieht es unterdessen immer tiefer in den Strudel der Plagiate. Mathiopolous ist eine von mehreren FDP-Mitgliedern, deren Doktorarbeiten momentan im Verdacht stehen, zu großen Teilen ein Plagiat zu sein. Darüber hinaus fungiert sie als Beraterin des ohnehin politisch angeschlagenen Guido Westerwelle, wie bei der Rheinischen Post zu lesen ist.

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