Gutachten Guttenbergs Doktorarbeit wird von Uni Bayreuth veröffentlicht

Lange sah es aus, als wüde es einen richtig hitzigen Kampf um die Veröffentlichung des Untersuchungsgutachtens der Doktorarbeit des ehemaligen Verteidigungsministers zu Guttenberg.

In den vergangenen Tagen ging durch die Medien, dass die Uni Bayreuth die Veröffentlichung plane. Kurz darauf ebenfalls, dass Guttenberg sich gegen die Veröffentlichung mithilfe seiner Anwälte wehren wolle, da die Veröffentlichung gegen seine Persönlichkeitsrechte verstoße.

Nachdem nun der Druck auf Guttenberg von mehreren Seiten (u.a. auch Kanzlerin Angela Merkel) erhöht wurde, stimmte Guttenberg der Veröffentlichung gestern zu. Dann darf man genau nachlesen, zu welchem Schluss die Untersuchung durch die Uni Bayreuth gekommen ist. Interessieren dürfte das aber kaum jemanden. Guttenberg hat seine politische Karriere ersteinmal auf Eis gelegt. Zudem war ja schon länger klar, dass es sich bei der Vielzahl der gefundenen Plagiate in der Doktorarbeit und den teilweise noch leicht veränderten Textpassagen gar nicht um ein Versehen handeln konnte. Schließlich kopiert man nicht aus Versehen Textpassagen und ändert diese dann noch an einigen Stellen, damit es nicht gleich auffliegt.

Trotzdem gab es auch gute Nachrichten für den Plagiator Guttenberg: Wie Spiegel Online berichtet, verzichtet der Bundestag auf einen Strafantrag gegen Guttenberg wegen Urheberrechtsverletzungen, obwohl Guttenberg teile aus wissenschaftlichen Arbeiten des Wissenschaftlichen Diensts des Bundestages ohne Kenntlichmachung übernommen hatte.

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