Goldschmidt darf Doktortitel behalten. Freispruch!

Lange liegt die Veröffentlichung der Plagiatsvorwürfe des Vroniplags zurück, in der die Dissertation von Jürgen Goldschmidt kritisch analysiert und von Nutzern des Vroniplags als Plagiat eingestuft wurde. Nun sind seitdem über anderthalb Jahre vergangen, doch endlich gibt es ein offizielles Ergebnis: Goldschmidt darf seinen Doktortitel behalten, es liege keine Täuschungsabsicht vor, zitiert der Tagesspiegel die Technische Universität Berlin. Gleichwohl seien aber Mängel in der Zitierweise vorhanden, die Goldschmidt nun beheben müsse. Goldschmidt selbst dürfte lange Zeit gezittert haben, da in der Zwischenzeit in einigen Fällen Doktortitel aufgrund von vom Vroniplag vorgebrachten Plagiatsvorwürfen Ihren Doktortitel losgeworden sind. Nach der langen Zeit der Unsicherheit sei Goldschmidt laut Tagesspiegel sehr erfreut gewesen.Da hat man natürlich volles Verständnis für, aber dennoch darf man sich fragen, wie hoch die Messlatte für „wissenschaftliches Arbeiten“ liegt, wenn in Doktorarbeiten Webseiten wie „ciao.de“, „tv-trainer.de“ oder sogar die Zeitschrift „Super-Illu“ als seriöse Quelle verwendet werden dürfen. So reagierte auch Professorin Weber-Wulff sehr überrascht über den nicht erfolgten Entzug des Doktortitels. Neben den ungewöhnlichen Quellen gab es weitere, komische Zufälle.

Kurz nach Bekanntwerden der Plagiatsvorwürfe stand der Plagiatszähler des Vroniplags bei etwas über 10 %. Derzeit steht der Zähler bei etwas über 30 %, d.h. auf über 30 % der Seiten wurden von den Vroniplag-Aktivisten Plagiate eindeutig identifiziert. Wer sich den Fall und die Doktorarbeit ins Gedächtnis rufen möchte, kann die Details auch auf Vroniplag einsehen.

Auch wenn viele Zweifel bleiben, ist Goldschmidt nun offiziell kein Plagiator, sondern weiterhin Doktor. Damit darf er auch weiterhin Bürgermeister von Forst bleiben.

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Ein Kommentar zu Goldschmidt darf Doktortitel behalten. Freispruch!

  1. Erbloggtes sagt:

    Für mich hat der Fall die Entscheidungswege an der TU Berlin ins Licht gerückt. Dort entscheidet der Präsident alleine über Maßnahmen, nachdem eine Kommission ihn beraten hat.
    Ich bin nicht der Ansicht, dass man so arbeitende Einrichtungen „Universität“ nennen sollte.

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