Detlev Dähnert „freigesprochen“

Zugegeben, es ist schon einige Zeit her, aber vorenthalten wollen wir unseren Lesern die Neuigkeit, die mittlerweile keine mehr ist, trotzdem nicht. Detlev Dähnert stand ebenfalls unter Plagiatsverdacht und wurde kürzlich durch die Brandenburgische Technische Universität von den Vorwürfen „freigesprochen“. So erfreulich die Nachricht für Herrn Dähnert sein dürfte, so unverständlich ist das Ergebnis der BTU für die Plagiatsjäger.

In der Pressemitteilung der Brandenburgischen Technischen Universität zu Cottbus findet sich folgendes Zitat des BTU-Präsidenten:

„Die Kommission und der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hinzugezogene externe Gutachter sind zum Schluss kommen, dass es sich bei den festgestellten Problemstellen in der Arbeit um handwerkliche Schwächen aber nicht um Plagiate handelt.“

Damit ist die Doktorarbeit von Detlev Dähnert offiziell kein Plagiat.

Trotzdem nicht erledigt

Trotz dem Ergebnis der BTU bleibt es in diesem Fall nicht ruhig. Dies könnte auch daher kommen, dass sich Detlev Dähnert in seiner Doktorarbeit mit dem Titel „Bewältigung technischer und sozialer Probleme bei der Konzeption von Umsiedlungen“ konkret um die Umsiedlung eines Ortes, der dem Braunkohletagebau weichen musste. Dähnert selbst ist Manager beim Konzern Vattenfall, der zum einen (auch in der Lausitz) Braunkohle im Tagebau fördert (siehe hier), aber wohl auch der „größte Drittmittelgeber“ der BTU Cottbus ist. An dieser Stelle kann man nun natürlich gewagte Thesen aufstellen – was wir allerdings unterlassen.

Damit die Zweifel wirklich ausgeräumt werden können, fordert z.B. die „Grüne Liga“ eine Veröffentlichung des Abschlussberichts der Kommission, die sich mit der Doktorarbeit Dähnerts und den Vorwürfen beschäftigt hat.

Die Vorwürfe in diesem Fall wurden usprünglich nicht vom Vroniplag veröffentlicht. Die mittlerweile dort zu findende Analyse spricht aber eigentlich eine deutliche Sprache und dürfte dann doch für etwas Verwunderung sorgen. Schließlich steht der Plagiatszähler aktuell bei reichlich 44 % und es wäre daher dann doch interessant zu wissen, womit die Vorwürfe im Detail letztendlich entkräftet wurden.

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2 Kommentare zu Detlev Dähnert „freigesprochen“

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