Guttenberg zurück im Scheinwerferlicht

Zuletzt war der ehemalige Verteidungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der im März aufgrund der sogenannten Plagiatsaffäre von seinem Posten zurückgetreten war, nur in den Medien, wenn es um seinen Umzug in die USA oder um die Verfilmung seiner Karriere ging. Nun wird berichtet, dass Guttenberg, der sich in der Öffentlichkeit zuletzt sehr rar machte, am kommenden Wochenende einen Schritt zurück ins Scheinwerferlicht mache. 

Spiegel.de berichtet heute über einen geplanten Vortrag Guttenbergs beim Halifax International Security Forum in Kanada, bei dem Guttenberg bereits im Jahr 2009 als amtierender Verteidigungsminister gesprochen hat.

„Für die Macher der Konferenz spielt die etwas peinliche Vorgeschichte Guttenbergs keine größere Rolle. Im Programmheft wird er zwar korrekt nicht mehr mit einem akademischen Titel genannt. Diesen hatte er nach der Affäre rasch abgelegt.“

Der letzte Satz im oben stehenden Auszug des Spiegel-Artikels erweckt möglicherweise einen falschen Eindruck. Zwar verzichtete Guttenberg auf das Führen des Doktortitels, nachdem immer heftigere Vorwürfen und Kritik an Guttenbergs Dissertation laut wurden, jedoch wurde er im letztendlich durch die Universität Bayreuth entzogen – völlig zu Recht, wie bei der Lektüre des Untersuchungsberichts klar wird.

Über den aktuellen Status der Prüfung der Doktorarbeit durch die Staatsanwaltschaft Hof in Bezug auf Urheberrechtsverletzungen hat man ebenfalls lange nichts erfahren. Der Artikel greift dieses Thema am Ende auf:

„Man werde in „absehbarer Zeit“ Ergebnisse mitteilen, heißt es dort, vor Weihnachten soll es so weit sein“

Mal abwarten, ob Guttenberg freundliche Weihnachtspost von der Staatsanwaltschaft bekommt…

 

2 Gedanken zu „Guttenberg zurück im Scheinwerferlicht“

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